Ist das Gymnasium die richtige Wahl?

Diese Frage stellt sich besonders vor dem Übertritt in ein Langgymnasium, da sich die Rahmenbedingungen der Primarschule und des Gymnasiums stark unterscheiden. Etwas weniger ausgeprägt gelten die folgenden Überlegungen aber auch für die Kurzgymnasien.

Schulleistungen
Als Faustregel für das Langgymnasium gilt: Mit einem Notendurchschnitt in der 6. Klasse von mindestens einer 5 in den Fächern Deutsch und Mathematik kann es in Betracht gezogen werden, die Prüfung für das Langgymnasium zu absolvieren. Erfahrungsgemäss wird es aber erst mit einem Notendurchschnitt von 5,25 und mehr realistisch, die Prüfung erfolgreich zu bestehen.

Für das Kurzgymnasium kann es mit einem Notendurchschnitt von ca. 4,75 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Französisch in Betracht gezogen werden, die Prüfung zu absolvieren. Da keine Vornoten gelten, kommt es allein auf die Leistung an der Prüfung an.

Ist die Schülerin oder der Schüler im Gymi am richtigen Ort?
Wichtige Fragen müssen vor einer Anmeldung zur Prüfung geklärt werden. Im Gespräch zwischen Eltern, Kindern und Lehrpersonen sollten folgende Punkte besprochen werden.

Ist die Schülerin oder der Schüler

  •  aus eigenem Antrieb (und nicht nur den Eltern zuliebe) am Lernen interessiert?
  •  bereit, Mehraufwand zu leisten und allenfalls auch Spiel und Hobby etwas zurückzustellen?
  •  genügend selbstständig und selbstverantwortlich, um sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden und die Planung für den Schulalltag zu übernehmen?

Kann die Schülerin oder der Schüler

  • Misserfolge einstecken und sich trotzdem motivieren, weiter Einsatz zu zeigen?
  •  unter Druck und Stress noch gute Leistungen erbringen?
  • damit umgehen, im Gymnasium nicht mehr automatisch zu den Besten zu gehören?

Klingt das alles abschreckend? Die Schulzeit im Gymi muss keineswegs nur problematisch sein. Es gibt Schülerinnen und Schüler, die geradezu aufblühen, wenn ihnen mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zugemutet und zugetraut werden.